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Workflow für die Aufbereitung der MPO Dateien aus der Fuji W1
Prolog
Auch wenn bei korrekt angewandter Stereografie im Ergebnis das Stereobild faszinierend auf den Betrachter bei geeignetem Motiv und dessen passender Nachbearbeitung wirken kann, so aufwändig ist doch das gesamte Prozedre, um eben genau das erwünschte Ergebnis zu bekommen. Und nicht jedes Motiv gibt es her, den enormen Aufwand mit sich veranstalten zu lassen, der vergleichbar mit der Herstellung und Nachbearbeitung von 360°x180° Kugelpanoramen ist, die ich mit einer Pentax K-7 und deren Belichtungsreihen für die HDR-Bearbeitung angefertigt habe.
Dass ich mir auch immer sowas kompliziertes und aufwändiges suchen muss, um meine Lebenszeit damit zu reduzieren.
Damit ich mich auch nächste Woche daran erinnern kann, wie ich mit den Stereobild-Techniken rumgekaspert habe, mache ich jetzt mal vorsorglich diese Notizen, die mir im Zweifel dann auch als erinnernde Bedienungsanleitung dienen soll.
Hat man die kleine aber feine Fuji im Griff, sind damit erstaunliche 3-D Fotos möglich, die man sich auf deren kleinen Monitor schon mal vorab ansehen und auf Wirkung prüfen kann. Das funktioniert mit dem zuvor von mir gebauten Pentax-Gespann natürlich nicht, und die Ergebnisse aus den beiden DSLR-Kameraden werden erst bei der etwas anderen aber dann auch mindestens genauso auwändigen Nachbearbeitung sichtbar.
Meine Bearbeitungsnotizen beziehen sich auf den Einsatz der Fuji, sind aber auch weitestgehend auf das Pentax-Gespann übertragbar.
Stereo-Fotografie mit der Fuji
Alle erzeugten Bildpaare werden als jeweils eindeutig von der Kamera durchnummerierte MPO-Datei auf den PC übertragen und lassen sich im StereoPhotoMaker anzeigen.
So verschafft man sich einen ersten Überblick über die brauchbaren Bilder.
Stapelverarbeitung (falls keine Einzelbild-Bearbeitung erfolgen soll, um ggfls. stürzende Linien oder den Horizont zu korrigieren)
VOR der Stapel-Verarbeitung macht es Sinn, sich die für die Zieldateien passenden Ordner anzulegen. So vermeidet man das Überschreiben vorhandener Dateien mit gleichem Namen.
MPO Dateien in Stereo-Bildpaare konvertieren
Bei der Konvertierung in bearbeitbare JPEG-Dateien werden die anzuwendenden Parameter wie folgt eingestellt:
| Dateityp Zieldatei | Nebeneinander | JPG |
| Einstellungen Zieldatei | vertausche L/R | □ x |
Stürzende Linien und den Horizont kann man nur an Einzelbildern eines Stereo-Bildpaars korrigieren. Die generiert man aus der MPO-Datei in der Stapelverarbeitung nach Auswahl der entsprechenden Bilder mit dem Zieldateityp Unabhängig L/R. Für die im Kreuzblick anzusehenden Bilder müssen zwingend die Bilder vertauscht werden.
Nachbelichtung in ACR
Die mit dem vorgenannten Verfahren generierten Stereo-Bildpaare lassen sich in ACR nachbelichten. Zuerst konvertiert man die JPEG Dabeien in das DNG-Format. Das hat den Vorteil, dass ALLE Änderungen komplett in die DNG-Datei eingebettet werden. Es hat sich für mich heraugestellt, dass vor allem kontrastreiche, dynamische und ausreichend gesättigte Fotos mit automatischem Weißabgleich (oder vorzugsweise mit etwas wärmerem Farbton) und dramatischem Himmel am besten wirken. Ein annähernder HDR-Bildlook ist also von Vorteil.
Die nachbelichteten Bilder werden dann als JPG zurückkonvertiert, um sie für den SPM lesbar zu machen.



