METZ MB 58 AF-2 vs METZ mecabitz 32 Z-2 (HighTech vs Oldtimer)

METZ MB 58 AF-2 vs METZ mecabitz 32 Z-2 (HighTech vs Oldtimer)

°beschreibung °:

Prolog

Man soll ja nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Doch in diesem Fall besteht für mich Grund zur Veranlassung, eben genau DAS zu tun. Ist zwar nicht ganz fair, ALT (also Oldtimer) gegen NEU (Hightech) antreten zu lassen. Und im weitesten Sinne ist das auch kein Vergleich der Leistung, die die beiden gänzlich unterschiedlichen Geräte auszeichnen. Sondern vielmehr ein Vergleich der für mich derzeit wichtigen Kriterien von Kosten und erzielbarem Nutzen aufgrund meines Status als Hobbyknipskistendompteurs.

Was bisher geschah

METZ MB 32 Z-2

Wann genau, zu welchem Anlaß und zu welchem Kaufpreis ich den Blitz erworben hatte, ist mir heute nicht mehr in Erinnerng. Ich hab ihn, und allein das zählt. Das Gerät hatte ich neben der analogen Ricoh im Schrank liegen und damit begonnen, aufgrund der Not heraus Licht ins Dunkel zu bringen. Das mittlerweile verstorbene Tamron 75-300 (und auch sein unmittelbar nch Erhalt verstorbener Ersatzpendent) konnte mit 1,4-facher Brennweitenverlängerung eine geschlossene Blende von sagenhaften f 64!! Und da musste wegen der nur äusserst geringen Blendenöffnung zwangsläufig künstliches Licht nachhelfen. Was der Blitz für mich auch anstandslos und höchst zufriedenstellend erledigt hatte. Das bislang äusserst zuverlässige Gerät hatte ich also während der von mir bevorzugten Makrofotografie, bei der ich – wie viele andere Hobbyknipser auch neben (mehr aus Verlegenheit) einigen Blümchen – ausnahmslos lebende Insekten portraitiert hatte, am Mann getragen und war bis dato sicher, es nicht gegen irgendwas anderes (chinesisches) einzutauschen. Meine Meinung hielt sich erstmal bis zum

2017-10-15

Bei meiner Single-Pirsch am Elbschetalvidadukt hatte ich eine unwegsame Abkürzung über einen Steilhang gefunden. Und bin – weil ich alleine und ohne helfende Aufsichtsbegleitung unterwegs war – prompt mit meinem Gerät einen laubbedeckten Abhang runter gerutscht. Die kinetischen Kräfte haben bei der ausserplanmäßigen Schußfahrt auf den Kunststoff-Sockelfuß des ausschließlich manuell bedienbaren Blitzgeräts gewirkt und ihn aus dem Blitzschuh der Pentax K-7 gerissen. Der Blitz war somit für den Ausseneinsatz nicht mehr zu gebrauchen. Er konnte zwar noch in den Kameraschuh geshoben und mit Hilfe der Überwurfmutter befestigt werden, hat aber im Schuh gewackelt und wäre bei der nächsten unachtsamen Bewegung der Kombination aus seiner Halterung gesprungen um dann der Gravitation zu unterliegen. Ich hatte ursprünglich in Erwägung gezogen, den Blitzfuß entweder komplett auszutauschen oder einfach nur mit Hilfe von geeignetem Kleber zu reparieren. Ein Austausch mit einem Original-Ersatzteil schlug natürlich auf herkömmlichen Wege fehl, weil der Blitz aufgrund seines Alters weder beim Hersteller als auch sonst nirgends mehr gelistet war und Ersatzteile vermutlich wohl deshalb auch nicht mehr zu bekommen sind. Zumindest wird der Blitz in seiner Gesamtheit selbst aber doch noch – je nach Zustand – für ’ne verhältnsmäßig schmale Mark in der Bucht gehandelt. Das kam allerdings nicht für mich in Frage. Dafür ist das Ding dann doch zu alt. So dachte ich. Und nahm zwischendurch auch Vorlieb mit dem ebenfalls manuell zu bedienenden „NEEWER TT560“, der ebenfalls akzeptable Unterstützung liefert. Von den NEEWER besitze ich aufgrund meines Interesses nunmehr drei identische Exemplare. Aber auch nur deshalb, weil die nur manuell aber dabie doch sehr einfach und logisch zu bedienen und deshalb und trotz ihrer Leistungsfähigkeit von den Pechinesen extrem preiswert angeboten werden, und ich mit drei (entfesselten) Blitzen interessante Lichteffekte konstruieren kann. Die Dinger haben sich in dieser Hinsicht in der HolyHalla bei meinen Blitzversuchen durchaus beweisen können.

METZ MB 58 AF-2

2017-11-13

Ich habe mir wegen des Elbschebachunfalls daraufhin kurzerhand über Amazon den METZ MB 58 AF-2 für 224,89 € gekauft. Der kann TTL in seiner reinsten Form. Und natürlich aufgrund der eingebauten Prozessorsteuerung noch viel mehr. Die Fähigkeiten erschienen mir augrund des Angebotspreises mehr als nur zu verlockend. Schon allein aufgrund der unumstößlichen Tatsache, eine neuzeitliche und zur Kameratechnik passende Taschenlampe verwenden zu können, die ich nicht mehr selbst nur manuell einstelle, sondern die bei Bedarf selbsttätig die erforderliche Lichtmenge abgibt. Tolle Aussichten …

Das Teil hatte ich dann aber auch erst 2018 in Gebrauch. Und das aufgrund des heißen Sommers draußen ohnehin nur sehr selten. weil’s wegen der permanenten Trockenheit und Hitze gar nicht gut auszuhalten war, Ausflüge für Insektenmakros mangels Insekten gar nicht stattgefunden haben und deshalb auch das gesamte Equickmänt geschont wurde.

2019-02-27

Ein entspannter Ausflug führte bei herrlichstem Wetter in das NSG Steinbergsbusch Bochum, in umittelbarer Nähe zum Tippelsberg. Bei den dort avisierten Makroaufnahmen ist mir dann plötzlich aufgefallen, dass der motorgetriebene Reflektor des Blitzes keine Geräusche bei der Brennweiteneinstellung mehr machte und statt dessen die Fehlermeldung im LCD-Display produzierte, dass ein „Zoom: ERROR“ vorliege. Ich hatte sogleich im Internetz nach diesem dubiosen Fehler recherchiert und stieß dabei auch nur auf englischsprachigen Kauderwelsch. Ich konnte mit etwas Geduld und Aufmerksamkeit die eigentümliche Sprache dann insoweit für mich übersetzen, als dass der Fehler anscheinend gelegentlich und ausgerechnet auch nur bei dem Modell auftreten würde. Es wurden sogar dubiose Tipps veröffentlicht, wo man den Fehler zu vermuten habe und wie man ihn beheben könne.

All den Unfug hab ich dann verworfen und direkt aus dem Wald heraus den METZ Kundendienst angefunkt. Der superfreundliche und hochkompetent wirkende Mitrbeiter Herr Roland Lämmermann hat sich mein Anliegen geduldig angehört, mir erklärt, dass der Fehler natürlich unterschiedliche Ursachen haben könnte und mir deshalb empfohlen, aufgrund der von METZ gewährten 2-jährigen Garantiezeit keinesfalls selbst Hand an das Gerät zu legen sondern es ohne Umwege zusammen mit dem Kaufnachweis direkt nach METZ zur Inaugenscheinnahme und ggfls. erforderlicher Garantiereparatur durch einen erfahrenen Techniker zu schicken. Klare und aufschlußreiche Ansage.

2019-03-04

Ich finde die Rechnung des Geräts nicht mehr wieder. Zum Glück hab ich unter anderem auch den Kaufvorgang in Outlook gespeichert. Und kurzerhand den Verkäufer (Foto Erhardt GmbH) angetackert, sie mögen mir doch bitte die Rechnung zum Gerät nochmal zuschicken, damit ich Garantieansprüche geltend machen kann.


2019-03-05

Rechnung dankend erhalten und direkt eine E-Mail an den METZ Kundendienst geschickt und den Fehler nochmals beschrieben, damit die Angelegenheit offiziellen Charakter bekommt. Der Kundendienst hat auch sofort reagiert und mir die für die Garantieanspruchstellung nötigen Instruktionen noch am selben Tag zukommen lassen. Donnerwetter!

2019-03-06

Das Paket geht auf die Reise. Bin mal gespannt, wie lange die Bearbeitungs- bzw. Reparaturzeit bei METZ wohl sein wird. Man hört zuweilen, dass solch große Unternehmen dann auch schon gerne mal mehrere Wochen für sowas brauchen. Selbst erlebt hab ich das aber noch nie. Wohl deshalb, weil ich eigentlich immer Glück mit meinen Geräten hatte und deshalb noch nie Garantieansprüche geltend machen musste.

2019-03-22

Mit Datum vom 2019-03-19 und Lieferschein-Nr. 0045043715 habe ich den Blitz repariert und wohlbehalten zurück und meine Versandkosten ebenfalls erstattet bekommen. Ausserdem wurden die ausgetauschten Teile (der Reflektor, die Blitzröhre und ein schwarzer Kunststoffkäfig) mitgesendet. Im 3-seitigen und sehr übersichtlichen Reparaturbericht wurde u. a., vermerkt, dass neben der Reparatur auch das Firmware-Update auf Version 5.0 durchgeführt wurde. Nett, aber eigentlich unnötig, weil ich die neuen Funktionen eigentlich gar nicht verwenden KANN, weil mir dazu das Eqickmänt fehlt, welches von den neuen Funktionen unterstützt werden soll.

2019-03-29

Ich nahm den Blitz – erstmal nur ohne ihn an die Kamera dranzuschrauben – in Betrieb und prüfte die von mir beschriebene Fehlfunktion auf Beseitigung. Alles TOPP. Läuft. Mangels Gelegenheit hab ich ds Gerät dann auch erst wieder an diesem Wochenende seiner angedachten Aufgabe zugeführt.

Doch OHJEEEEH !!

Der Blitz macht an beiden Kameras jetzt doch noch Zicken!!!

Vor allem mit dem Pentax 55-300. Und gelegentlich auch mit dem Pentax 16-85. Ich habe alle möglichen Kombinationen und Einstellungen ausprobiert und kann den wieder auftretenden Fehler „Zoom: ERROR“ weder reproduzieren noch nachvollziehen. Der Reflektor wird zwar von der Steuerelektronik mit dem typischen und deutlich hörbaren „schnurren“ angetrieben und auch nicht mehr unerwartet durch irgendwas blockiert. Aber die Meldung wird angezeigt. Das aber zu meiner Überraschung nicht immer und ständig sondern nur sporadisch und nicht reproduzierbar. Das ist ärgerlich.

Vor allem angesichts der Tatsache, dass die Maschine von versierter Hand instand gesetzt und die Reparaturleistung auch umfassend dokumentiert worden ist und ich grundsätzlich davon ausgehen darf, dass ich nunmehr ein wieder voll funktionsfähiges Gerät mit seinen ausgezeichneten Eigenschaften unbedenklich seinem zugedachten Zweck zuführen kann.

Solange das Gerät sich nicht wie vor der Reparatur und jetzt gerade für mich unverständlich verhält, besteht für mich Grund zur Annahme, dass irgendwas damit nicht stimmen kann.

Also habe ich dem METZ-Kundendienst am 2019-03-31 eine E-Mail geschickt, die Gerätestörung reklamiert und um Hinweise gebeten, wie ich die deklarierten Auffälligkeiten in den Griff bekomme.

2019-04-01

Der mir namentlich bereits bekannte Kundendienstmitarbeier hat zu meiner Überraschung sofort reagiert und meine Reklamation mit Antwort-E-Mail um 11:35 Uhr zutiefst bedauert. Er hat die  Fehlfunktion des „Zoom: ERROR“ durch das werksseitig vorgenommene Firmware-Update ausgeschlossen mit dem Hinweis, dass das Update ausschließlich Funktionen betreffe, die aufgrund der Einführung neuer Kameramodelle (hier vor allem: die K-1) hinzugefügt worden sei.

Mir wurden auch weiterführende Erklärungen zur Funktion „ExtZoom“ geliefert. Demnach werde bei aktiver Funktionswahl der Zoomreflektor bei direktem Blitzbetrieb automatisch immer eine Brennweitenstufe kleiner eingestellt als die Objektivbrennweite beträgt, die die Kamera an den Bltz überträgt.

Würde an der Kamera z. B. eine Objektivbrennweite von 50 mm genutzt, so stelle das Blitzgerät den Reflektor in die 35 mm-Position. Dadurch würde immer etwas weitwinkliger ausgeleuchtet als nötig. Dies mache sich in einer etwas weicheren Ausleuchtung bemerkbar. Bei Verwendung der Funktion „Zoom Ext.“ und bei einem Objektiv mit 105 mm werde deshalb am mecablitz automatisch bei direktem Blitzbetrieb der Zoomreflektor in die Position 85 mm gestellt. Die 105 mm Position des Zoomreflektors würde deshalb bei Verwendung der Funktion „Zoom Ext.“ nicht erreicht.

Hinsichtlich der genannten Fehlermeldung „Zoom Error“ sei in jedem Fall noch zu beachten, dass diese Fehlermeldung auch erscheinen kann, wenn die verwendeten Stromquellen zu schwach sind. Eventuell sei deshalb der mecablitz nochmals mit frischen Stromquellen zu testen.

 

Soweit die umfassende Erklärung zu meiner Reklamation. Allerdings nahm Herr Lämmermann keine Stellung zu dem von mir beobachteten Reflektorverhalten bei nach oben verschwenktem Blitzkopf ein. Ich hatte festgestellt, dass im P-TTL-Betrieb bei nach oben verschwenktem Kopf der Reflektor die Brennweite erhöht, bei direkt nach vorne gerichtetem Kopf die Brennweite reduziert. Gut möglich, dass das so sein muß, um damit die korrekte Belichtung zu erwirken. Denn die indirekte Ausleuchtung mit nach oben verschwenktem Blitzkopf bedarf naturgemäß einer höheren bzw. gebündelteren Lichtmenge. Ich lasse dieses Funktionsverhalten mal als logisch erscheinend unangetastet.

 

Die Akkus habe ich, nachdem ich den Hinweis dazu gelesen hatte, direkt dem Gerät entnommen und geladen. Die Kapazität bei Entnahme betrug lt. Ladestandsanzeige des MiBoxer C8 Ladegerätes noch 40%. Also für mich augenscheinlich ausreichend, um die Blitzfunktionen nicht zu beeinträchtigen.

Mit vollen Akkus habe ich dann meine Experimente wie folgt fortgeführt:

Funktionstest

2019-04-01

 

Metz MB 58 AF-2

 

Unlogische Berechnung der Entfernung/Reichweite bei Wertänderung der Lichtmenge

 

Kamera: Pentax K-7

Überprüfung der Blitzgerätefunktionen mit den

Kamera-Betriebsarten M (manuell), X (Blitz), P (Programm -> MFT, Normal)

Objektiv: Pentax DA 16-85 mm f/3,5-5.6 ED DC WR

 

Blitzgerät: Metz MB 58 AF-2

 

Betriebsart: P-TTL

MZoom = 70

 

EV +3  ->   4.1 m        Unlogisch: ein höherer Lichtwert sollte eigentlich zu einer höheren Blitzreichweite führen

EV   0  ->  11.0 m

EV  -3  -> 32.0 m

 

Eine Änderung der Lichtleistung führt zudem in keinem Fall zur veränderten Motivausleuchtung !!

 

Betriebsart: A

MZoom -> 70

Gleiches Phänomen

Lichtwert nur bis max EV +2

Darüber nicht möglich (Warnung mit 3 Pieptönen) weil Reflektor -> MZoom 70

 

Deshalb Änderung des Wertes MZoom 16

Phänomen bleibt bestehen

Lichtwert nur bis max EV +2 (Warnung mit 3 Pieptönen)

 

Änderung des Objekivzooms 16 <-> 85 und damit verbundenem Blendenwerts führt zu logischen Werten in der Reichweitenanzeige

Blende 22 bei 16 mm -> 10.0 m

Blende 40 bei 85 mm ->   5.7 m    Logisch: eine geschlossene Blende lässt weniger Lichtmenge durch und führt zu geringerer Blitzreichweite

 

Betriebsart: M

MZoom = 70

Phänomen nicht vorhanden. Bei Reduzierung der Lichtmenge verringert sich naturgemäß die angezeigte Entfernung/Reichweite

P 1/1 -> 11.0 m        Logisch: ein höherer Lichtwert führt zu einer höheren Blitzreichweite

P 1/2 ->   8.2 m

P 1/4 ->   5.8 m

Meine gewonnenen Erkenntnisse habe ich zusammen mit dem Hinweis auf das für mich nicht wirklich nachvollziehbare Reflektorverhalten bei nach oben geschwenktem Blitzkopf dann dem Kundendienst schrifltlich so mitgeteilt.

Und darum gebeten, die von mir als nach dem FW-Update als irritierend empfundenen Geräteeigenschaften mit Hilfe eines zur Verfügung zu stellenden Downgrades auf die von mir käuflich erworbene Version 3.0 zurückzusetzen, weil die alte Version zu meiner vollsten Zufriedenheit die von mir benutzten Geräte vollümfänglich unterstützt hat und ich eine Aktualisierung aufgrund der von mir beschriebenen „Ungereimtheiten“ deshalb nicht für unbedingt erforderliche halte.

Weil ich keine Kamera besitze, die die neuen oder erweiterten oder verbesserten Funktionen, die sich auf neuere Kameramodelle beziehen, umsetzen kann. Ein „Downgrade“ sollte meine noch bestehenden Garantieansprüche wohl auch nicht verwirken lassen.

2019-04-02

Der METZ-Kundendienst hat prompt auf meinen Erfahrungsbericht reagiert und mir wichtige Informationen im Umgang mit HighTech-Blitzsystemen zukommen lassen, die so in keiner Bedienungsanleitung zu finden sind und nur hervorragend ausgebildeten Fachleuten bekannt sein dürften:

Hinsichtlich der Blitzbelichtungskorrektur am mecablitz ist im TTL-Blitzbetrieb wie auch im Automatikblitzbetrieb folgendes zu beachten:

 

Der mecablitz verfügt generell über eine maximale Lichtleistung bzw. Leitzahl. Daraus resultiert die maximale Reichweite des Blitzgerätes. Diese maximale Lichtleistung und somit Reichweite wird durch eine Pluskorrektur nicht erhöht. Wird eine Pluskorrektur eingestellt, wird eine gewünschte Überbelichtung eingestellt. Um allerdings eine Überbelichtung zu erreichen, ist diese nur bei einer geringeren Reichweite als die vorgenannte maximale Reichweite möglich. Aus diesem Grund wird die angezeigte Reichweite am mecablitz reduziert, sobald eine Pluskorrektur eingestellt wird.

 

Bei einer Minuskorrektur ist dagegen eine Unterbelichtung gewünscht. Diese Unterbelichtung ist dann auch bei einer größeren Reichweite, als die vorgenannte maximale Reichweite möglich. Deswegen wird bei einer Minuskorrektur die Reichweitenanzeige am mecablitz größer.

 

Der Umfang der möglichen Korrektureinstellung am mecablitz hängt dabei generell vom Regelbereich ab. Im Automatikblitzbetrieb ist dieser Regelbereich dem mecablitz bekannt. Deswegen kann es vorkommen, dass abhängig der verwendeten Blende, des ISO-Wertes und der Zoomreflektorstellung der Einstellbereich der Blitzbelichtungskorrektur eingeschränkt wird. Im TTL-Blitzbetrieb ist dieser Regelbereich allerdings nicht bekannt. Unter Umständen kann sich deswegen aber dabei ein eingestellter Korrekturwert nicht wie gewünscht auswirken.

Und das mit der beigefügten Firmware 3.0 als Downgrade von 5.0 und freundlichen Grüßen.

 

Bei meinen vergangenen Funktionsüberprüfungen habe ich zudem tatsächlich also einige Fehler gemacht, die mir anhand der Erklärungen quasi „bewiesen“ wurden, ohne mich als Trottel dastehen zu lassen. Mit dem mir zur Verfügung gestellten Wissenspotentials kann ich den für mich weiterführenden Lerneffekt und auch weiterhin Spaß an der Fotografie genießen.

Meine Fehler waren schlicht in der unbedachten Ausführung meiner Versuche zu suchen, und nicht im von mir „kritisierten“ Verhalten des hervorragenden mecablitzes.

Ich habe mich beim Kundendienst für meine Unzulänglichkeit entschuldigt.

 

Die neue „alte“ Firmware-Version habe ich gerade auf das Gerät übertragen, Und bin jetzt glücklich wie am ersten Tag.

 

Der Vergleich

MB 32

Der MB 32 Z-2 ist ein rein manuell zu bedienender Blitz mit Leitzahl 32 (bei 50 mm Brennweite und ISO 100). Der kann nur blitzen. Sonst nichts. Also nicht das, was der METZ MB 58 AF-2 kann.

Seinen Auftritt hat der MB 32 bei mir nur deshalb, weil er bei der Makrofotografie wesentlich kompakter ist als der klobige und sperrige MB 58. Und mit einem zusätzlichen TTL-Kabel habe ich den von der Knipskiste getrennt und kann mit nur zwei Handgriffen die manuell einzustellende Lichtmenge am Blitz dosieren. Und erhalte mit dem aufgepflanzten 55-300 am 1,4-fach-Konverter mit kleinster möglicher Blende 45 und der 1,5-fach vergrößernden Raynox 150 Linse die vollkommen ausreichende Lichtmenge im an der Kamera ausgewählten Blitzmodus (Synchronzeit 1/180 sec.) Allerdings muss ich den gesamten Aufbau auf das stabile Tischstativ montieren, mit beiden Händen einbetonieren und bei der Aufnahme die Luft anhalten. Sonst ist das Bild verwackelt.

Einziger Wermuthstropfen: der Reflektor ist von innen verrusst. Das mus wohl an der Blitzröhre gelegen haben. Kann sein, die hat mal zu heftig gefeuert. Das muss aber schon lange her sein. Aufgrund der daduch veränderten Lichttemperatur muss ich in der Kamera zwingend die Einstellungen ändern:

Kamera-Einstellungen

Aufnahme-Modus

Blitz X

Blende: immer höchster Verschlußwert (ändert sich ja nach Brennweite. Bei 300 mm -> f45. Bei 55 mm -> f32)

ISO: 200   – ISO 100 geht nicht, weil die Optionen gewählt sind

  • Spitzlichtkorrektur: eingeschaltet
  • Schattenkorrektur: maximal

Lichtwert: EV -5 (ist je nach Motiv anzupassen. Helle Motive weniger -LV, dunkle Motive mehr +LV)

Pentax K-7 - Einstellungen für Makrofoto mit MB 32 - Aufnahmemodus
Pentax K-7 – Einstellungen für Makrofoto mit MB 32 – Aufnahmemodus
Programm-Modus

Leuchtend

Pentax K-7 - Einstellungen für Makrofoto mit MB 32 - Programmodus
Pentax K-7 – Einstellungen für Makrofoto mit MB 32 – Programmodus
Weißabgleich
Pentax K-7 - Einstellungen für Makrofoto mit MB 32 - Weißabgleich
Pentax K-7 – Einstellungen für Makrofoto mit MB 32 – Weißabgleich
Farbtemperatur
Pentax K-7 - Einstellungen für Makrofoto mit MB 32 - Farbtemperatur
Pentax K-7 – Einstellungen für Makrofoto mit MB 32 – Farbtemperatur

 

MB 58

Der MB 58 AF-2 ist ein HighTech-Blitzgerät. Der kann nicht nur blitzen. Nach dem nächsten Firmware-Update wird der wahrscheinlich auch das Wetter vorhersagen können. Das Teil ist allererste Sahne. Und macht mir – seit der erfolgreichen Reparatur und dem abschließenden Downgrade wieder – viel Freude. Ich muss mich nur intensivst mit dem Ding auseinandersetzen. Sonst passiert es mir wieder, dass eine autorisierte Fachkraft mich vorführen könnte.

Die Kamera benötigt beim MB 58 keine besonderen Einstellungen, wie ich sie zwangsläufig beim MB 32 machen musste. Ich hab ja sogar bei den Korrekturen den MB 58 als Referenz herangezogen. Eigentlich funktioniert die Kombi fast von alleine. Das Beste daran ist, dass aber auch dann, wenn ich in den Einstellungen rumspiele, die Einstellungen eine ganz andere Wirkung haben. Weil die Grundsubstanz insgesamt schon stimmt. Das Gerät ist allerdings für „immerdrauf“ ziemlich sperrig. Der wird nur montiert, wenn er gebraucht wird. Die Montage ist allerdings mit der Überwurfmutter nicht mehr wirklich up-to-date: selbst das TTL-Kabel hat einen Entriegelungsknopf und dieser würde den Montagevorgang des MB 58 erheblich komfortabler und schneller machen.

Fazit

Ich habe beide Blitze tatsächlich verglichen. Aber auch nur dahingehend, als dass ich den MB 58 als Referenz für die Kamera-Einstellungen (hier: im Wesentlichen den Weißabgleich wegen dem geräucherten Reflektor) genommen habe, damit der MB 32 zumindest im Ansatz nur eine einzige Aufgabe erledigt. Die dafür jetzt aber auch sehr zufriedenstellend.

Einmal METZ, immer METZ.

Trifft aber auch nur dann zu, wenn man gewisse Ansprüche an sein Gerät hat. Der große METZ MB 58 erfüllt die voll und ganz und das meistens sogar ganz von allein. Der kleine MB 32 macht hingegen nur das was ihm befohlen wird. Und bei dem darf man sich dann auch nicht darüber beschweren, wenn der Befehl von ihm schlichtweg nicht ausgeführt werden kann.Allerdings kann der Kleine montiert bleiben und stört insoweit auch nicht durch Gewicht und sperrige Größe.

°ort °

Bei augenscheinlich herrlichstem Wetter in den HolyHalla von RE-Sidenzia. Allerdings hat der stramme Ostwind das optische Empfinden direkt zunichte gemacht und ein Aufenthalt auf dem Freisitz wurde damit zum gefühlten Stresstest.


°meinung °

Text

°nachtrag °

Text


°bilder °:


°navigation zu weiteren inhalten°

… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …


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