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°beschreibung °:
2024-11-09 hab ich bei einer netten Begegnung mal ein sündhaft teures HD Pentax D FA 24-70 F2,8 ED SDM WR auf die K-3 III schrauben dürfen. Der Kalle war so nett und hatte mir die Luxusscherbe mitgebracht, um ’ne Vorstellung zu bekommen, was es heisst, qualitativ gute Fotos machen zu können. Nett gemeint. Diese Erfahrung durfte ich aber bereits mit meinem Anlässlich der Hochzeit Rosenbaum erworbenen Glasbausteins (SMC Pentax-DA* 50-135mm F2.8 ED [IF]) erleben. Die Objektive aus der DA* Serie harmonieren ja traumhaft mit der K-3 III und bilden überwältigend scharf ab. Was mich nicht vordergründig zum Gebrauchtkauf veranlasste, sondern die Lichtstärke, die ich zum Anlass innerhalb der Innenraumfotos anfertigen wollte als nützlich empfand (womit ich schlussendlich nicht falsch gelegen habe). Mit dem Erwerb der K-3 III und dem 50-135 begann eine neue Ära für mich. Und führte in vielerlei Hinsicht zum Umdenken. Und auch zur Wehmut. Denn wenn ich zu Beginn meiner Ambition ein dermaßen grandioses Equickmänt gehabt hätte, würde mein Ärger über die vielen hoffnungslos verrauschten und unscharfen Fotos keinen Anlass gefunden haben.
Ich hab also das 24-70 mal auf die Knipskiste gepflanzt und ohne groß zu überlegen zwei belanglose Testfotos gemacht. Eins davon hab ich dann später – also heute – wieder aus dem Fundus gekramt. Weil über dem Kran die in dieser Region allgegenwärtigen Hochspannungsstrippen verlaufen. Man kann über diese Hochspannungsscheiße denken was man will. Die Bewohner von Pöppinghausen hatten sich mal tüchtig drüber erregt, dass derartige Umweltverschmutzung über ihren Köpfen baumeln sollte. Aber die hatten mit ihrer Gegenwehr keinen Erfolg. Wajakla. Die Schilder der Bürgerinitiative stehen aber immer noch. Und sind jetzt auch sowas wie Müll. Die braucht nämlich niemand mehr. Denn die Leitungen wurden im Interesse der Allgemeinheit (vor allem der bayrischen, denn die beziehen ja als Hauptabnehmer den Nordsee-Windparkstrom, der quer durchs Land über unsere Köpfe hinweg zu denen geleitet wird) trotzdem gezogen. Und in Pöppinghausen wegen der penetranten Aufrührer dann auch noch mal extra für die besonders tief verlegt wurde, wie mir scheint. Nirgendwo hängen die Hochvoltdrähte so dicht am Boden wie in Pöppinghausen. Für ’ne Untertage-Erdverlegung reichts aber nicht.
Und so nackige Elektro-Drähte stören nicht nur menschliche Anwohner. Vögeln mit großer Spannweite werden die Dinger auch zum Verhängnis, wenn die meinen, da zwischendurchfliegen zu müssen. 10kV machen aus ’nem Storch direkt ’n Grillhähnchen.
Tja, und Lichtbildartisten finden so Strippen auf ihren Fotos dann auch nicht so toll. Wer was auf sich hält und Lebenszeit als zu vernachlässigende Größe bei den existenziellen Parametern betrachtet, macht die in der Nachbearbeitung weg. Das Thema hatte ich schon, als eine Expedition zum Stadthafen zur gleichen Problemstellung führte und ich Stunden damit verbracht habe, die grässlichen schwarzen Streifen aus dem Bild zu stempeln. Damals hatte ich die allermeisten Fotos mit dem SMC Pentax-DA 10-17mm F3.5-4,5 Fish-Eye ED[IF]
gemacht. Also dem Fischaugencharakter folgend quasi „verzerrte“ Bilder.
Mit einem Weitwinkel entstehen solche Verzerrungen natürlich nicht. Aber die doofen Strippen macht auch eine teuere Optik nicht von selbst weg.
Und mehr so zufällig stöberte ich vorgestern im Internetz rum und entdeckte das kostenlose Photoshop-PlugIn
WireWorm
WireWorm wurde entwickelt von einem, der auch keinen Bock aufs Stempeln hat. Und der Entwickler scheint auch in einer Gegend zu leben, in der die Strippen einem die Knipskistenartistik vergraulen können. Tierheimdompteure und Makroathleten dürften die Dinger eher weniger belasten. Aber Leute, die mal ’n bischen mehr als nur ’n Selfie oder ’ne Katze aufs Bild bekommen möchten, könnten sich an den Strippen sehr wohl stören. Und siehe da: es hat sich dann einer entnervt erbarmt und sich Gedanken gemacht und die in PS verfügbaren Reparaturwerkzeuge für den angedachten Zweck dann angepasst.
Was ich zum Anlass nahm, das „Test“-Foto dann mal damit zu befummeln.
Hier der Vergleich (das Original ist so wie es aus der Knipskiste gekommen ist):


Und jetzt die Bilderchen in groß und schön:

Über dem Kran verlaufen die bescheuerten Hochspannungsleitungen. Kein wirklich ästhetischer Anblick.
So ↓ is‘ besser (aber auch nicht unbedingt ästhetischer), wie ich finde …

Najagut, die Nachbearbeitung ist vielleicht etwas eigenwillig, aber die Drähte sind weg. Das allein zählt.
°ort °
Im Stadthafen, und dann am Komposter.
°meinung °
In diesem Jahr hab ich mir eine Menge mehr Errungenschaften zu Eigen gemacht, über die es sich zu berichten lohnen würde. Allein meiner Motivationsschwäche ist es geschuldet, dass ich (noch) keine entsprechenden Dokus über die von mir gehampelten Experimente getextet habe. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich wieder zu ’ner Form auflaufe, die statt Fernsehglotzen ’n anderes abendfüllendes Programm bewirkt.
°nachtrag °
Kein Nachtrag geplant.
°bilder °:
Siehe oben.
°navigation zu weiteren inhalten°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …



