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°beschreibung°:
Das Ziel
In einem (Wohn-)Raum sein Equipment aufzubauen und in Betrieb zu nehmen, um z. B. sowas wie eine „tabletop“-Aufnahme zu erstellen, soll ja nicht das Problem sein. Die Vorteile bei der Innenraum-Fotografie liegen dabei – vermeintlich – klar auf der Hand. Vermeintlich deshalb, weil vorhandenes verfügbares natürliches Licht, dass von aussen durch die Fenster scheint, naturgemäß unkontrollierbaren Schwankungen unterliegt. Die Schwankungen führen wiederum dazu, dass die zusätzliche Kunstbeleuchtung dann nicht mehr zur gewählten Belichtungseinstellung, die die Kamera ausführt, passt. Der Hintergrund wird bei abnehmender Leuchtkraft des natürlichen Lichts dunkler. Mit zusätzlicher Beleuchtung entgegenzuwirken bedeutet dann auch, ungewollt und bestenfalls nur einen anderen Schattenwurf zu erzeugen. Die Natürlichkeit des vorhandenen Lichts geht dabei verloren. Das Ojekt im Vordergrund wird zwar durch die künstliche Beleuchtung zumeist korrekt beleuchtet und auf dem Sensor belichtet. Aber mit dem Abfall der Leuchtkraft des natürlichen Lichts wird dabei der Hintergrund dunkler. Oder im umgekehrten Fall, mit Zunahme des natürlichen Lichts, heller.
Das erste Ziel sollte für mich sein, das draussen vorhandene und in den Raum eindringende Licht in die Aufnahme mit einzubeziehen und möglichst ohne Zutaten auf dem Bild natürlich wiederzugeben. Das geht natürlich nur, wenn es draussen auch noch hell ist. Ab den frühen Nachmittagsstunden ist es jahreszeitlich bedingt draußen dunkel. Und in dunklen Räumen muss ohnehin künstlich beleuchtet werden.
Das Ziel ist also zeitabhängig. Und die damit verbundenen Experimente dann auch nicht von langer Dauer.
Der kleine Unterschied
In einem mit künstlichem (Dauer-)Licht, also mit Hilfe von z. B. Deckenleuchten, aufgehellten Raum wird man nicht nass. Das unterscheidet erstmal grundsätzlich den voll ausgestatteten Innenraumprofitfotografen von dem nur mit wenig dürftigem Werkzeug behangenem Feld-, Wald- und Wiesenknipser.
Der Studioprofitfotograf genießt zudem den unschätzbaren Vorteil, das Licht, welches er nach eigenem Gutdünken benötigt, selbst zu erschaffen. Nicht zuletzt ist das auch der Grund, warum gefühlt 95% solcher derartig komponierten Bildnisse in Hochglanzpublikationen veröffentlicht werden (können).
Bei den im ProfitStudio eingesetzten Beleuchtungstechniken kann also jede erdenkliche Lichtstimmung produziert werden. Mit dem entsprechenden Aufwand, versteht sich. Der weitere Vorteil ist dabei, dass das erzielte Ergebnis jederzeit profitabel reproduzierbar ist.
Wie kann das wohl …?
Und wie verhält sich das bei mir? Ich hab den dafür notwendigen Firlefanz nicht rumliegen. Schon allein aus Platzmangel scheidet das aus. Die derzeit in Gebrauch befindlichen Geräte sind halbwegs platzsparend gebaut und von mir auch eigentlich für draußen gedacht und sollten derzeit sowas wie’ne Winterpause machen. Woraus aber aufgrund meiner Experimentierfreude nix wird, Freunde. Aber ich hatte jetzt auch nicht vor, das Schlafzimmer zur Dunkelkammer umzufunktionieren. Das gibt nur Ärger.
Ich hatte also überlegt.
Lange hab ich überlegt.
Wie ich es denn wohl hinbekommen könnte, dass ich ein Objekt im Raum platziere und dann bei vorhandenem natürlichen Licht UND mit Blitzlicht dem Ding mal ’ne Stimmung zu verpassen. Oftmals ist ja der Hintergrund des Bildes entscheidend für’s Wohlbefinden des Betrachters.
Gestern …
… hatte ich erst (wieder mal) nur mit dem „Schutzengel“ experimentiert. Der ist klein. Bei dem brauche ich mich nicht umständlich umgewöhnen. Aufgrund seiner Dimensionen musste ich wie gewohnt zwangsläufig näher ran.
Der Bolzen liegt auf meiner Händiehülle.
Nahaufnahme mit 55-300, 1,4fach Konverter, Raynox 150.
Blitz: Metz MB58
Der Bolzen liegt auf meiner Händiehülle. Blitz: Metz MB58 im HighSpeed Modus
Geblitzt nur mit Metz MB58 aus etwa 1,2 Metern Entfernung.
Nahaufnahme mit 55-300, 1,4fach Konverter, Raynox 150.
Blitz: Metz MB58 im HighSpeed Modus
Wirkung des gleichen Motivs bei Farbtemperaturauswahl „Blitz“.
Blitze: Sigma EM-140 DG, 3 Neewer TT560
Wirkung des gleichen Motivs bei Farbtemperaturauswahl 6500 K.
Blitze: Sigma EM-140 DG, 3 Neewer TT560
Wirkung des gleichen Motivs bei Farbtemperaturauswahl 5500 K.
Blitze: Sigma EM-140 DG, 3 Neewer TT560
verschiedene Blitzpositionen und Lichtintensitäten führen zu unterschiedlichen Beleuchtungsergebnissen
verschiedene Blitzpositionen und Lichtintensitäten führen zu unterschiedlichen Beleuchtungsergebnissen
verschiedene Blitzpositionen und Lichtintensitäten führen zu unterschiedlichen Beleuchtungsergebnissen
verschiedene Blitzpositionen und Lichtintensitäten führen zu unterschiedlichen Beleuchtungsergebnissen
mit Offenblende wird der Hintergrund fast natürlich hell. Nachteil ist die partielle Unschärfe des Motivs im Gesichtsbereich.
Geblitzt mit drei Neewer TT560. Zwei stehen auf der Arbeitsplatte links. Einer steht rechts hinten am Fenster neben dem Kühlschrank.
Bei meinen Experimenten mit den verschiedenen Objektiven ist mir dann auch wie Schuppen aus den Haaren gefallen, warum die solvente Fraktion der Hobby- und Profitfotografen Festbrennweiten mit höchster Lichtstärke ihr Eigen nennen (wollen). Die Dinger haben nämlich durchaus ihre Berechtigung. Erklärungen, wie die Dinger sich verhalten, findet man zuhauf in einschlägigen Flachforen. Weil ich nun zu denen gehöre, die nicht jede Woche im Lotto den Hauptgewinn einstreichen und auch nicht einer jener welchen bin, die mit ihrer Leidenschaft ein einträgliches Einkommen erwirtschaften, habe ich nur zwei Objektive mit den ansatzweise gewünschten Eigenschaften. Die ich zudem auch nur im gebrauchte Zustand zu erwerben bereit war. Die Preise für Neuware sind (in Deutschland) einfach nur unerschwinglich. Da spielt es auch keine Geige, wenn damit eine Garantie verbunden ist (die ohnehin kurz vor dem Ende der Lebensdauer eines Produkts abläuft. Was bei Objektiven in der Regel aber nicht der Fall ist, solange man die pfleglich behandelt).
Auswahl und Einsatz der Objektive
Das Pentax 35er Makro Limited f2,8 genießt den Vorteil, dass es auch im Nahbereich einen ausreichend großen Blickwinkel von 44° hat. Und es bildet bei Offenblende scharf ab. Vorausgesetzt, dass Objekt liegt nicht direkt vor der Linse. Dann ist schnell Schluß mit dem Schärfetiefenbereich. Für Innenraumaufnahmen, wo das (kleine) Objekt fast durchgehend scharf und der Hintergrund stark uscharf werden sollen, ist die Linse also nur bedingt förderlich. Anders verhält sich das aufgrund der relativ hohen Lichtstärke dann wieder, wenn keine Einzelobjekte sondern der Raum bzw. ein Raumteil in seiner Gesamtheit abgebildet werden soll.
Das Pentax 100er Makro f2,8 hat bedingt durch die Brennweite einen Blickwinkel von nur 16°. Das ist für Makro- bzw. Nahaufnahmen natürlich gut. Bei Offenblende wird der Hintergrund schön unscharf, wobei das Motiv aufgrund des zu wählenden Abstands (je nach Motivgröße) dann auch weitestgehend scharf abgebildet wird.
Aus der Reihe tanzt dann das Pentax 55-300 f4,0-5,8. Weil mit größerer Brennweite auch die Lichtstärke geringer wird. Mit der Raynox 1,5fach Lupenlinse und dem 1,4fach Telekonvertert ist dann bei maximal verfügbarer Blende von 45 kaum nennenswerte Beugungsunschärfe zu erkennen. Für Makro-Aufnahmen mit dem Metz MB58 ist die Kombi wirklich spitze. Und ein würdiger Nachfolger des Tamron 75-300 Makro, das mir leider im NSG Klöppersberg den Dienst endgültig versagt hat. Für die Aufnahme von Objekten in Innenräumen ist das Pentax 55-300 aufgrund der mangelnden Lichtstärke nur bedingt geeignet. Und ich hoffte, dass ich das mit Blitzlicht kompensieren könnte. Was letztendlich dazu geführt hat, dass der Hintergrund nicht verschwommen sondern fast schwarz erscheint.
Für mein Ziel, Aufnahmen mit natürlichem Licht als „Hintergrundbeleuchtung“ und künstlichem Licht (Blitz) zur Aufhellung des Objekts zu erstellen, sind also Objektive mit durchgehender Lichtstärke zu bevorzugen.
Der Versuchsaufbau
… ist einfach. Oder besser: … hab ich mir einfach gemacht.
Ich habe den Schutzengel auf einen Korkuntersetzer gestellt. Vorher hatte ich mit dem Untersetzer eine Vase auf dem Wohnzimmertisch abgedeckt. So bekam ich schon mal eine etwas erhöhter Position für den kleine Engel. Die Blitzgeräte hatte ich dann nach Gutdünken um den Engel platziert und die ersten Testaufnahmen mit jeweils unterschiedlichen Einstellungen an Kamera und Blitzgeräten gemacht. Der Kombinationsvielfalt sind dabei fast keine Grenzen gesetzt. Die einzelnen Resultate sind dann auch nur noch reine Geschmackssache. Verwackelt ist bei den Experimenten übrigens kein einziges Bild. Obwohl ich die Knipskiste nicht auf’s Stativ gepflanzt hatte. Was mir die Freiheit beschert hat, die Motivwirkung flexibler zu wählen.
°ort °
In der ganzen Wohnung, quasi. Und immer genau da, wo ich mit dem Plunder im Weg stehe.
°meinung °
Ich warte noch ab.
°nachtrag °
Gibt nix weiter zu sagen
°bilder °:
siehe oben
°navigation zu weiteren inhalten °
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …





























